Die
Kolpingsfamilie Paffrath

Ist Ihnen der Begriff „Kolpingsfamilie“ geläufig?
Wissen Sie, womit sich diese Organisation beschäftigt?
Und wo sie herkommt?
Wenn Sie jetzt 3 mal NEIN gesagt haben, würden wir Ihnen gerne einmal die Gründe für die Entstehung des Kolpingswerkes und dessen Wirken in unserer Zeit vorstellen:
Adolph Kolping war ein Schustergeselle, der das beginnende Industriezeitalter und die daraus entstehenden Probleme der handwerklichen Wanderschaft und der heimatlosen Industriearbeiter aus eigenem Erleben kannte. Junge Menschen, die ein Handwerk erlernt hatten oder Arbeiter, die mangels Arbeit aus der Heimat in die Fremde gehen mussten, waren nach dem langen Arbeitstag, der meist mehr als 8 Stunden dauerte, alleine und hatten nur wenig Möglichkeiten zu einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung.
Das erkannte 1846 der Elberfelder Unternehmer Johann Gregor Breuer, der einen „Gesellenverein“ gründete, in dem diese Menschen Kontakte pflegen und sich weiterbilden konnten. Dieser Idee schloss sich 1847 Adolph Kolping an, der nach seiner Schuhmacherzeit in Köln das Marzellengymnasium besuchte und anschließend in München und Bonn Theologie studierte. Nach der Priesterweihe trat er eine Kaplanstelle in Wuppertal-Elberfeld an und engagierte sich sofort begeistert in dem Gesellenverein des J. G. Breuer.
1849 nach Köln zurückgekehrt, baute er diesen „Gesellenverein“ zu der heute in aller Welt tätigen Organisation auf.
Adolph Kolping wurde so zum Wegbereiter der Katholischen Soziallehre, die auf dem Prinzip gemeinschaftlicher Selbsthilfe praktische Antworten auf die Fragen des Industriezeitalters gab. Ist dieses Prinzip nicht gerade heute, im Zeitalter der so genannten „Globalisierung“ dringend nötig?
Im Jahre 1951 gründete sich die Kolpingsfamilie Paffrath als ein Ableger der Kolpingsfamilie Bergisch Gladbach. Als der anfängliche Enthusiasmus sich legte, schliefen die Aktivitäten jedoch bald wieder ein. Erst 1979 erweckte der kroatische Kaplan und Franziskanerpater Nediljko Sabic mit der Paffrather Pfarrjugend die Kolpingsfamilie zu neuem Leben.
Und dieses neue Leben ist recht vielfältig! Von der Bildung über Politik, Kultur, Religion, Reisen, Umwelt bis hin zur Geselligkeit bietet die Paffrather Kolpingsfamilie eine Fülle von interessanten Themen. So gab es beim Thema „Frühpensionierung – der Mann im Haus“ temperamentvolle Diskussionen zwischen Mann und Frau. Lichtbildervorträge über diese Welt, Besichtigungsfahrten, gemeinsame Museumsbesuche, Bastelabende vor den Advents- und Weihnachtstagen und die Teilnahme am Karneval und anderen geselligen Veranstaltungen bieten eigentlich jedem etwas. Der inzwischen bekannte und beliebte “PAFFRATHER SOMMER“ ist eine Kolpinginitiative.
Auch über die Grenzen unserer Heimat hinaus gehen die Aktivitäten. So wurde in Kronstadt, der Hauptstadt Siebenbürgens, eine Bäckerei aufgebaut, die neue Arbeitsplätze in der schwierigen wirtschaftlichen Situation Rumäniens schaffte. Die Versorgung eines Krankenhauses und die Einrichtung eines berufsbildenden Kurses für angehende Elektriker in Kronstadt zeigt das soziale Engagement, welches Grundlage für das Kolpingwerk war und ist.
Haben wir Ihr Interesse geweckt, dann schauen Sie in unser Halbjahresprogramm. Die Programme liegen in den Kirchen aus und sind in den Pfarrbüros zu erhalten.
Über einen Besuch von Ihnen würden wir uns freuen.